Beginn der Schulen in Laufen
(Quelle: "150 Jahre Sekundarschule Laufen", Walter Debrunner, S. 7ff)
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1815 Wiener Kongress > Kantone fuehren allgemeine Schulpflicht ein
Unterricht: meist von Oktober bis Maerz
Ausbildung der Lehrer: so kaerglich wie ihr Lohn zu jener Zeit!
(siehe auch: "Leiden und Freuden eines Schulmeisters", Jeremias Gotthelf, 1837
Spaeter Ausbildung in Lehrerseminaren im Sinn und Geist von Heinrich Pestalozzi (1746-1825)

Erstes "Schulhaus" in Laufen:
Wassertorgasse Ostseite zwischen Hauptstrasse und Viehmarktgasse
(heute Moebelhaus Imhof)
1826: fuer damalige Verhaeltnisse stattliches Schulhaus
zwei Unterrichtsraeume und Lehrerwohnung
neben Katharinenkirche / heute Museum

ab 1837: zwei Sekundarschulklassen
auf Anregung von Gewerbe, Handel und Klerus: alle erhofften sich
besser ausgebildete Arbeitskraefte oder Uebertritte ins Priesterseminar
erste Lehrer: Abbé Huglin und Abbé Boder
20 Schueler aus Laufen und 5 aus Nachbargemeinden bestanden erste Aufnahmepruefung
erste Schulraeume: gegenueber Primarschule (heute Mamie Radio/TV)
6 obligatorische Schuljahre

1845: Schliessung der Sekundarklassen!
Grund: Intrigen eines Lehrers, Schuelerzahlen nahmen ab, kein anderer Lehrer
wollte 1843 die Nachfolge von Abbé Fiala antreten; 1845 nur noch 6 Schueler
da verweigert das Erziehungsdepartement weitere Finanzierung

Gewerbe, Handel und Industrie erfahren starken Aufschwung, aber nicht im Laufental.
1855 wird deshalb eine Wiedereroeffnung der Sekundarschule angeregt.
Die bernische Regierung uebernimmt fuer 6 Jahre die Finanzierung.
Neue Lehrkraefte: Vikar Johann Halbeisen und cand.phil. Peter Cueni
Fruehjahr 1856 Neueroeffnung mit 12 Schülern in Oberstufe und 21 Schuelern in Unterstufe

1837 Beginn mit 25 Schuelern in 2 Klassen, 6 Jahre Schulpflicht
1856 Wiedereroeffnung mit 33 Schuelern in 2 Klassen, 6 Jahre Schulpflicht
2001/2002: 208 Schuelerinnen und Schueler in 11 Klassen, 9 Jahre Schulpflicht

Fuer Leute mit Geduld sind im Archiv einige alte Dokumente abrufbar!

1862: neues, grosses Primarschulhaus an der Baselstrasse, die
Sekundarschule zieht ins alte Schulhaus (heute Museum)
1877: Erweiterung der Sekundarschule auf 3 Klassen, Umzug ins Primarschulhaus
1911: Anfuegung einer 4. Sekundarklasse: in Kegelbahn (!) am Grabenweg
Umzug ins alte Stadthaus neben dem Obertor, dann ins alte kleine Schulhaus
1937: Bezug eines Erweiterungsbaus an der Baselstrasse: weitere Schul
raeume (3 Primar, 2 Sekundar), Aula und Turnhalle
damals 8 obligatorische Schuljahre
ab 1957 9 obligatorsche Schuljahre (Platzprobleme!)

Mit der Verbesserung der Wirtschaftslage erhoehte sich auch der Andrang
an die Sekundarschule: bis zu 120 Anmeldungen feur die Pruefungen!
Aus Platzgruenden konnten aber nur 34 aufgenommen werden.

1964: bessere wirtschaftliche Lage > eigenes Sekundarschulhaus
Standort wie noch heute: Kundmatt/Brislachstrasse/Langhagweg
Bisher insgesamt zwei Erweiterungsbauten fuer Klassenzimmer
sowie Spezialraeume (Chemie, Physik, Vorbereitungsraeume)

Heute werden in diesen Gebaeuden 11 Sekundarklassen sowie 5
Quartierklassen der Primarschule unterrichtet. Obwohl im Kanton
Baselland "nur" 4 Altersstufen die Sekundarschule besuchen, dafuer
aber ein groesserer Anteil eines Jahrganges in die Sekundarstufe
uebertritt, ist mit baldigem Mehrbedarf an Schulraum zu rechnen!

2004: Den obigen Zeilen muss eine Ergaenzung folgen! Mit dem
neuen Bildungsgesetz bleibt kaum ein Stein auf dem anderen, wenigstens
was die Schulorganisation betrifft. Die Sekundarstufe 1 umfasst nun alle
Klassen ab dem 6. Schuljahr. Die ehemalige Realschule ist nun das Niveau A,
die allgemeine Abteilung der Sekundarschule von frueher nennt sich nun Niveau E,
nur das ehemalige Progymnasium behaelt vorerst seinen Status im Laufental.
Im Schulhaus an der Brislachstrasse tummeln sich nach wie vor die Quartier-
Primarklassen 1 - 5, dann ist eine Sek-Klasse Niveau A hier und das ganze
Niveau E umfasst im Schuljahr 2004/05 noch 9 Klassen mit knapp 200
Schuelerinnen und Schuelern. Der oben erwaehnte Bedarf an mehr
Schulraum wird sich mit der Forderung, dass die ganze Sekundarstufe 1 unter
einem Dach sein sollte, je laenger je mehr stellen. Die Finanzlage des
Kantons duerfte eine Verwirklichung jedoch noch einige Jahre
hinauszoegern.


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