|
Am 25. Mai fuhren die 20 Schüler und
Schülerinnen mit Herrn Liechty und Frau Leemann nach Matt, einer kleinen
Gemeinde im Sernftal, Kanton Glarus.
Sie wohnten fünf Tage in einem
gemütlichen Lagerhaus mitten im Dorf. Die Schüler und Schülerinnen verbrachten
ihre Freizeit mit Spielen, Plaudern und Kochen.
Herr Liechty hatte ein reichhaltiges
Programm zusammengestellt. Am ersten Tag besuchten die Laufentaler im
Nachbardorf Elm die „Ramseier Suisse AG Mineralquellen Elm AG“. In diesem
Unternehmen wird Elmer
Citro, die wohl bekannteste Schweizer Limonade produziert. Am Abend fand ein
Dorf-OL statt, dank dem die Jugendlichen das Dorf Matt besser kennen lernen
konnten.
Der Dienstag war ausschliesslich dem schwarzen Gold
des Sernftales, dem Schiefer, das die Geschichte des Sernftales über
Jahrhunderte ganz entscheidend prägte, gewidmet. Am Morgen entdeckten die
Schüler und Schülerinnen den Landesplattenberg Engi. Herr Zingg machte eine
Führung durch die Höhlen, erzählte die Geschichte des alten Schieferbergwerks
und beschrieb den Alltag der Arbeiter, die oft unter unmenschlichen
Arbeitsbedingungen litten. Am Nachmittag versuchten alle, auf dem Werkplatz
selber Schiefer zu bearbeiten. Gegen 16
Uhr besuchten sie in Elm die einzige Schiefertafelfabrik der Schweiz, ein
Familienbetrieb, in welchem bis 1984 gearbeitet wurde. Der weiche Elmer
Schiefer eignete sich nämlich ausgezeichnet zur Herstellung von Schreibtafeln
und Griffeln.
Da die am Mittwoch geplante Wanderung ins Krauchtal
wegen des schlechten Wetters nicht stattfinden konnte, besuchten die
Jugendlichen den Freuler-Palast in Näfels, ein Museum, das die Geschichte des
Kantons Glarus und der Textilindustrie festhält. Nach einem Abstecher im
Hallenbad der Linth-Arena entdeckten sie den kleinsten Kantonshauptort der
Schweiz (nur 5800 Einwohner). Das Champions League Finale am Abend war für die
Jungs der Höhepunkt des Tages!
Am Donnerstagmorgen nahmen alle an einem „Schnupper-Kletterkurs“
teil, einem richtigen Abenteuer! Der Blick in die Tiefe liess manches Herz
höher schlagen. Für den Nachmittag hatte Herr Liechty einen Besuch unter
kundiger Führung in Ennenda organisiert. Der Führer erzählte von der
Entwicklung des Ortes vom Bauern- zum Fabrikdorf, vom weltweiten Handel mit
Schiefertischen, Ziger und Gewürzen und natürlich auch vom Stoffdruck. Dieser
Teil des Glarner Industrieweges war sehr aufschlussreich.
Am Freitag musste das Haus geputzt werden. Der
Hauswart schien auf jeden Fall zufrieden zu sein!
Dies war eine erlebnisreiche Woche, in der alle in
einer Gegend, die kaum jemand von ihnen kannte, viel Neues entdecken konnten.
Sie wird wohl allen in guter Erinnerung bleiben.
|